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Zeuch ein zu deinen Toren, sei meines Herzens Gast, der du, da ich geboren, mich neu geboren hast, o hochgeliebter Geist
des Vaters und des Sohnes, mit beiden gleichen Thrones, mit beiden gleich gepreist.
Zeuch ein, laß mich empfinden und schmecken deine Kraft, die Kraft, die uns von Sünden
Hülf und Errettung schafft. Entsündge meinen Sinn, daß ich mit reinem Geiste dir Ehr und Dienste leiste, die ich dir schuldig bin.
Du bist ein Geist, der lehret, wie man recht beten soll.
Dein Beten wird erhöret, dein Singen klinget wohl; es steigt zum Himmel an, es steiget sonder Ende, bis der sich zu uns wende, der allen helfen kann.
Du bist ein Geist der Freuden,
willst unser Trauern nicht, erleuchtest uns im Leiden mit deines Trostes Licht. Ach ja, wie manches Mal hast du mit süßen Worten mir aufgetan die Pforten zum goldnen Freudensaal.
Du bist ein Geist der Liebe, ein Freund der Freundlichkeit, willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit. Der Feindschaft Feind du bist, willst, daß durch Liebesklammern
sich wieder tu zusammen, was voller Zwietracht ist.
Du, Herr, hast selbst in Händen die ganze weite Welt, kannst Menschenherzen wenden, wie es dir wohlgefällt. So gib doch deine Gnad
zu Fried- und Liebesbanden, verknüpf in allen Landen, was sich getrennet hatö
Beschirm die Obrigkeiten, bau unsers Fürsten Thron, steh ihm und uns zur Seiten; schmück als mit einer Kron
die Alten mit Verstand, mit Frömmigkeit die Jugend, mit Gottesfurcht und Tugend das Volk im ganzen Land.
Erfülle die Gemüter mit reiner Glaubenszier, die Häuser und die Güter
mit Segen für und für. Vertreib den bösen Geist, der sich dir widersetzes und, was dein Herz ergötzet, aus unserm Herzen reißt.
Richt unser ganzes Leben allzeit nach deinem Sinn,
und wenn wirs sollen geben in Todes Hände hin, wenns mit uns hie wird aus, so hilf uns fröhlich sterben und nach dem Tod ererben des ewgen Lebens Haus.
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