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Nun laßt uns gehn und treten mit Singen und mit Beten zum Herrn, der unserm Leben bis hieher Kraft gegeben.
Wir gehn dahin und wandern
von einem Jahr zum andern, wir leben und gedeihen vom alten zu dem neuen.
Denn wie von treuen Müttern in schweren Ungewittern die Kindlein hier auf Erden mit Fleiß bewahret werden.
Also auch und nicht minder läßt Gott uns, seine Kinder, wenn Not und Trübsal blitzen, in seinem Schoße sitzen.
Ach, Hüter unsers Lebens, fürwahr, es ist vergebens mit unserm Tun und Machen,
wo nicht dein Augen wachen.
Gelobt sei deine Treue, die alle Morgen neue, Lob sei den starken Händen, die alles Herzleid wenden.
Laß ferner dich erbitten, o Vater, und bleib mitten
in unserm Kreuz und Leiden ein Brunnen unsrer Freuden.
Gib uns und allen denen, die sich von Herzen sehenen nach dir und deiner Hulde, ein Herz, das sich gedulde.
Sprich deinen milden Segen zu allen unsern Wegen, laß Großen und auch Kleinen die Gnadensonne scheinen.
Sei der Verlassnen Vater, der Irrenden Berater, der Unversorgten Gabe,
der Armen Gut und Habe.
Hilf gnädig allen Kranken, gib fröhliche Gedanken den hochbetrübten Seelen, die sich mit Schwermut quälen.
Und endlich, was das meiste,
füll uns mit deinem Geiste, der uns hier herrlich ziere und dort zum Himmel führe.
Das alles wollst du geben, o meines Lebens Leben, mir und der Christenschare zum selgen neuen Jahre.
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